Sie sind hier: Startseite > Zucht > Rasseportrait

Rasseportrait


Die Heilige Birma wird zu den Halblanghaarkatzen gezählt. Birma sind Teilalbinos, so genannte Point-Katzen, mit hellem Körperfell mit dunklen Abzeichen (Points) an den kühleren Körperstellen wie Gesicht, Ohren, Schwanz und Beine. Bekannt sind die Birma auch durch ihre blauen Augen. Ein wichtiges Rassenkennzeichen sind die 4 weissen Pfoten, die an der Rückseite der Hinterbeine ein umgekehrtes "V" (Sporen) haben welches nach oben hin auslaufen sollte.

Birma Katzen gelten als sehr Menschenbezogen und mässig aktiv, sie sind sehr gesellige Tiere, die sich alleine unwohl fühlen. Daher sollte auch die Birma nie alleine gehalten werden. Ihr dichtes Fell ist relativ pflegeleicht und neigt kaum zum verfilzen. Doch das Fell sollte wie bei allen Katzen regelmäsig gebürstet werden, da es sonst durch verschluckte Haare zu Beschwerden der Katze kommen kann.

Über die Herkunft der Rasse gibt es viele Geschichten, eine davon ist die Legende von Lao-Tsun.
Der Legende nach lebten in Tempel von Lao-Tsun, welcher der Göttin Tsun Kyankzé geweiht war, eine weisse Katze mit bernsteinfarbigen Augen. Die Katze war der treue Begleiter des Grosslama Mun-Ha. Eines Nachts brachen Räuber in den Tempel ein und töteten Mun-Ha während er am Fusse der Statue von Tsun Kyankzé (die goldene Göttin mit der saphirblauen Augen) betete. In diesem Augenblick sprang die Katze auf den Körper von Mun-Ha und deren Seele ging in die Katze über. Die Pfoten färbten sich weiss an den Stellen wo sie seinen Körper berührten. Durch den goldenen Schein der Statue färbte sich das Fell Golden und die Augen nahmen die Farbe der Göttin an. Und so wurde die Katze zur Heilgen Birma.
Eine weitere Geschichte besagt, dass ein Herr Vanderbilt um 1919 ein Pärchen Birmakatzen von seiner Reise mitbrachte. Auf der Schiffsreise verunglückte der Kater. Wie die Zucht anschliessend weiter ging ist weitgehend unbekannt.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde in Frankreich ein Zuchtprogramm gestartet. Die Anerkennung als Rasse erfolgte in Frankreich im Jahre 1925. Vom englischen Zuchtverband wurde die Rasse im Jahre 1966 und vom US-amerikanischen Verband ein Jahr später anerkannt.
In den darauffolgenden Jahren wurden in den USA und europäischen Festland meist die klassischen Farben Seal-Point und Blue-Point gezüchtet. Zu der Zeit begann man in England mit neuen Farben wie Chocolate-Point und Lilac-Point zu züchten.